Die zwei Wölfe in meiner Brust…

Im Moment bewegt mich die nachfolgende Geschichte, sie spieglt wieder die vielen kleinen Situationen im Alltag, in denen ich mich bewusst gegen den Groll, die Ablehnung und die Angst in meinem Herzen entscheide und mich stattdessen, dem Respekt, der Offenheit und dem Vertrauen zuwende…
 
Diese alte Geschichte von einen unbekannten Autor kursiert seit längerem im Internet:
 
Ein alter Indianer saß mit seinem Enkelsohn am Lagerfeuer. Es war schon dunkel geworden und das Feuer knackte, während die Flammen in den Himmel züngelten.

Der Alte sagte nach einer Weile des Schweigens:
“Weißt du, wie ich mich manchmal fühle?
Es ist, als ob da zwei Wölfe in meinem Herzen miteinander kämpfen würden.
Einer der beiden ist rachsüchtig, aggressiv und grausam.
Der andere hingegen ist liebevoll, sanft und mitfühlend.”

Nach einer Weile des Schweigens fragte der Junge:
“Welcher der beiden wird den Kampf um dein Herz gewinnen?”

“Der Wolf, den ich füttere.” antwortete der Alte.
 
Diese Geschichte begleitet mich seit einiger Zeit, weil sie gut meine inneren Zweikämpfe in täglichen Situationen widerspiegelt. Und es berührt mich nach den Attentaten von Paris Zeugnisse davon zu lesen, wie z.B. von Antoine Leiris „Ihr bekommt meinen Hass nicht“ dessen Frau unter den Opfern war, oder aber auch dieser Artikel „Die Verteidigung der Liebe“ oder der Bericht über die ältere Französin, die resolute und einbindende Worte findet.
 
Ich bin von Herzen froh, diesmal nicht nur die Stimmen der angst-dominierten und in kriegs-rhetorik versinkenden Wölfe (bzw. Falken) zu hören, sondern ebenso die wertschätzenden und überwindenden Stimmen. Diesen letzteren will ich bewusst mehr Gehör schenken.
 
Mit alldem fühle ich mich wie eine kleine Zelle des grossen Organismus Menscheit, fühle mich als Teil des Zwiespalts, ob wir uns für die Angst oder das Vertrauen in uns entscheiden wollen. Die Kämpfe die wir als Menscheit durchleben sind genauso die Kämpfe die wir bewusst oder unbewusst in uns ausfechten.
So wie Innen ist es im Aussen…
 
Ich kümmere mich weiter um meine inneren Wölfe…
 
 
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