Das Abenteuer Wohnmobil

So, nun ist es schon wieder 10 Woche her seit dem letzten Beitrag. Die meiste Zeit war warten, bis alles soweit ist, dass ich ein Erfolg melden kann. Da bin ich mir aber mittlerweile nicht ganz sicher, darum also mal ein Zwischenbericht.
 
 
Nachdem ich die Zürcher Gegend verlassen habe war ich einige Tage in einer Gemeinschaft im Süddeutschen Raum (Kooperative Dürnau), das hat aber nicht wirklich gepasst. Hab mich dann konzentriert aufgemacht, das Wohnmobil zu finden und nachdem die aktuellen Angebote im deutsche Raum abgegrast waren (zu teuer, nicht für mich passend, schon weg, …) habe ich den Radius erweitert und dann in Südfrankreich das folgende nette Wohnmobil gefunden, das genau meinen Vorstellungen entsprach:
 
Es hat die Grösse, dass ich auch ausgestreckt darin schlafen und stehen konnte, es hat (meines Erachtens) Stil und lässt sich dennoch mit einem PKW-Führerschein fahren. Auch preislich war es in Ordnung, auch wenn schon älter und mit einigen Macken, aber da vertraute auf die bewährte Technik von Mercedes. Die einzige Schwierigkeit war, dass das Fahrzeug in Belgien zugelassen war, aber nach Auskunft des Verkäufers und auch der lokalen Polizeistelle sollte dies alles kein grosses Problem sein.
 
Nun ja, da sind wir doch beim Problem. Die Zulassung in Frankreich wurde immer schwieriger, nachdem ich 6 Wochen auf das COC (Certificate of Conformence) von Mercedes warten musste, stellte sich heraus, dass dies nur die halbe Miete war. Weil das Fahrzeug als Wohnmobil in den Papieren eingetragen ist, braucht es ein analoges Zertifikat nicht nur für das Fahrzeug, sondern auch für den Innenausbau, was wiederum mehrere hundert Euro (!) extra und einigen Wochen Zeit in Anspruch nehmen würde.
 
Da entschied ich mich, dann halt dahin zu gehen, wo das Fahrzeug herkommt, also nach Belgien. Dazu gibt es ja auch die Personenfreizügigkeit in Europa. Und ausserdem hatte ich vor ein paar Wochen bei der Durchreise in Gent an der Tramstation einen netten Menschen getroffen, woraus sich mittlerweile eine sehr herzliche Freundschaft entwickelt hat. Zudem gefällt mir die Stadt Gent doch sehr, es hat eine gute Schwingung für mich dort zu sein, ich fühl mich da wohl.
 
Also, nun bin ich seit Ende August in Gent und bemüh mich, all die Formalitäten zu erledigen, damit ich das Fahrzeug auf mich zulassen kann. Nun scheint sich hier aber ein anderer Berg aufzutürmen. Die Zulassung des Fahrzeugs dürfte zwar tatsächlich einfacher sein, dafür sind die Hürden sich in Belgien nieder zu lassen umso höher. Es nimmt Ausmasse an, bei denen ich mich Frage, ob das alles das Richtige ist…
 
Mit dieser Frage stehe ich gerade an einem Scheideweg: wie soll es weiter gehen…?
 
Werde weiter berichten, sobald es klar geworden ist.
 
In kurz: Es macht richtig Freude mit dem Fahrzeug unterwegs zu sein, es ist ein herrliches Stück Unabhängigkeit, alles zum Leben mit dabei zu haben und dazu einen grösseren Aktionsradius zu haben. Und es ist auch ein gutes Gefühl, zwischendurch mal wieder mit dem Rucksack zu Fuss unterwegs zu sein. Es macht aber gar keine Freude, mit all diesen administrativen Belangen gebunden zu sein… Nicht vorwärts zu kommen…
 
In der Zwischenzeit habe ich doch alle Erntezeiten verpasst, die Apfelernte in Belgien hat nicht geklappt und mittlerweile dürfte die Weinernte in Frankreich auch schon vorbei sein… Wäre gerne draussen in der Landwirtschaft tätig und dürfte damit noch etwas Geld verdienen… All das will aber gerade nicht sein… Mal sehen, was es hier zu lernen gibt… Vermutlich loslassen…
 
Also bis demnächst…
Mit einem schönen Gruss aus Gent.
 
 
 
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3 Kommentare zu Das Abenteuer Wohnmobil

  1. Bea sagt:

    PS: auf Wunsch von Thomas schreib ich mein Mail an Ihn auch noch als Kommentar für alle ;)
    hoi Thomas

    was spricht dagegen, sich für den Winter in Gent einzuquartieren und zu versuechen etwas Geld zu verdienen? & dann gegen Früeling wieder zu reisen?

    Thomas i möcht dir nid säge was du mache oder nid mache söllsch
    doch, deine Ziele klingen wie einen Haufen verpasster Gelegenheiten.
    Nächstes Jahr gibt es auch eine Wein- und Apfel-Ernte. Schau doch dass Du Bekanntschaften aufbauen kannst zu Leuten aus der Landwirtschaft, welche froh wären, wenn sich bei dir melden dürften, wenn sie nächstes Jahr für die Ernte Hilfe brauchen.

    In der Zwüschezeit kannst schauen dass, etwas Geld reinkommt, um dein „tolles“ Wohnmobil mit dem gewünschten Luxus auszustatten und es Fahrtauglich zu machen (damit die Reise auch Spass macht)

    Irgendwann findest von allein raus was du würklich möchtest… doch vielleicht nicht grad heut oder morgen
    vielleicht braucht es etwas Zeit und muss erst etwas reifen

    Liebe Gruess Bea (dini Schwö)

  2. Kathryn sagt:

    Hi Thomas, it’s so good after all this time, you have a wonderful car to live in. Kathryn

  3. max sagt:

    Thomas wenn Du in der Nähe von Frankfurt bist würden sich alle auf ein gemeinsames Kochen freuen.
    Gruss
    Max

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