In den Blue Mountains

In den Blue Mountains war ich für zwei Monate, um Donna und Martin zu helfen. Es ist ein wunderbarer Platz mit zwei sehr freundlichen und sehr engagierten Menschen.
 

Beide habe ich in einer der ersten Wochen anlässlich einer Einführung in die christliche Meditation in Sydney kennengelernt. Im anschliessenden Gespräch ergab es sich sehr schnell, dass Martin aus Süddeutschland kam und wir uns gut verstanden. Deshalb nahm ich seine Einladung auch gerne an, bei ihm auf dem Grundstück in den Blue Mountains für eine Weile mitzuhelfen. Dies ging aber erst nach seiner Rückkehr aus Afghanistan, wo er für ein paar Wochen als Übersetzer für eine Hilfsorganisation arbeitete. Damit bin ich bei den besonderen Qualitäten der beiden Menschen:
 
Donna Mulhearn war über Jahre erfolgreiche Journalistin in Sydney, bis sie den Ruf hörte, der ihr Leben komplett veränderte sollte. Sie ging als „human shield“ (menschliches Schutzschild) in den Irak, um dort elementare zivile Einrichtungen wie Wasserversorgung, Spitaler und so weiter vor der Zertstörung durch die Allierten (im speziellen USA) zu schützen. Dabei wurden die Regierungen der Länder der Aktivistinen regelmäsig darüber unterrichtet, auf welcher zivilen Einrichtung sie sich gerade aufhielten, um die Einrichtung vor dem Bombardement zu schützen. Mit ihrem Einsatz ihres Lebens haben sie den allierten Bombern und Missiles die Stirn geboten. Auch danach war Donna als Friedensaktivistin an verschiedenen Krisenherden der Welt unterwegs, hat ihre Pilgerreisen gemacht und hat ein Buch herausgebracht, dass ich allen Interessierten empfehlen möchte: Ordinary Courage
 
Und in dem steht Martin Reusch in nichts nach. In jungen Jahren hat er im Iran Farsi gelernt und musste dann während der Revolution raus und ist damit nach Australien gekommen. Nach einigen Wendungen im Leben arbeitete er später als Entwicklungshelfer und Übersetzer für Amnesty International und das Rote Kreuz in Afgahanistan und anderswo. Auch später, als er wieder in Australien lebte, engeagierte er sich sehr für die Flüchtlinge, die in Australien sehr schlecht behandelt werden.
 
Nun zu meiner Zeit hier in den Blue Mountains. In den zwei Monaten habe ich ganz viele verschiedene Arbeiten erledigt, gerne hervorheben möchte ich folgende zwei Arbeitsprojekte:
 
Das Chartré-Labyrinth in einer Outdoor-Version als Nachbildung des Labyrinths in der Kathedrale in Chartré in exakt der gleichen Grösse. Dort ist es mit Steinen im Kirchenboden gebaut, hier auf dem Grundstück draussen ist es mit losen Steinen auf Sägmehl entstanden. Eine genauere Anleitung mit Massen und Vorgehensweise stelle ich auf Wunsch gerne bereit (Aufzeichnungen sind vorhanden). Hier die Impressionen zur Entstehung des Werkes:
Und dann hab ich am Entstehen des grossen Werkzeugschuppen mitgewirkt, am Anfang war der Zimmermann/Schreiner Nick mit Freundin Sarah mit dabei und hat die wesentliche Struktur gebaut, den Endausbau habe ich dann komplett alleine gemacht. Es wurde meines Erachtens ein stattliches Bauwerk:
Es war für mich eine wendungsvolle Zeit, weil mich in der Zeit viel persönliches bewegte, was nichts mit den beiden zu tun hatte, sondern von ausserhalb kam. Ich danke beiden, dass sie mir den Raum gaben, der neben der täglichen Arbeit dafür nötig war.
Und dann hatte ich die Gelegenheit, mir die Umgebung in den Blue Mountains zu erkunden. Mit ein paar Impressionen aus Katoomba, wo ich zuerst war, und von weiteren schönen Bushwalks und Erkundungen in der weiteren Umgebung:
 
Zum Schluss was mich sehr hier in Australien fasziniert, die Tierwelt und da speziell die Vögel: ich komm mir hier täglich vor wie im Zoo, was mir da an exotischen Tiere begegnet, auf der Veranda sitzt oder uns gar aus der Hand frisst:
 

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Mit den Weihnachtsfeiertagen bin ich dann wieder nach Sydney hinunter und meinen eigenen Wegen gefolgt. Ich möchte mich hier nochmals bei Martin und Donna für die Unstimmigkeiten entschuldigen, am Ende musste ich aber einfach meiner inneren Stimme folgen und die hat mich dann zur nächsten Station gebracht: dem Permaculture Design Course. Für die Inspiration dazu danke ich den beiden und insbesondere Rosemary Marrow sehr.
 
 
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